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Projektdokumentation: Nissan GT-R VQ38 Motorumbau (2014)
Hinweis zur Methode

Diese Zusammenfassung basiert auf den automatisch erzeugten YouTube-Untertiteln der unten verlinkten Videos (Teile 2 bis 7, Teil 1 ist im Kanalarchiv nicht auffindbar). Zahlenwerte, die im Ton nicht eindeutig zu verstehen waren, wurden nicht übernommen. Korrekturen mit Beleg sind willkommen.

Ausgangsbasis

Nissan GT-R (R35), Serienmotor VQ38DETT. Es handelt sich um einen Kundenauftrag, der Leistungsrichtwert wurde laut Video auf Kundenwunsch nicht öffentlich genannt.

Motorblock
  • Der Serienblock ist laut Video ein Alu-Block mit eingesetzten Stahllaufbuchsen in Open-Deck-Bauweise (Zylinder oben offen), was bei hohem Ladedruck zum Aufweiten der Zylinder neigen kann.
  • Umbau auf Closed-Deck: Der Block wurde komplett leergefräst, drei präzise gefertigte Laufbuchsen eingesetzt, die sich laut Video gegenseitig abstützen. Bohrung 98 mm.
  • Die Laufbuchsen werden bis zur Kopfdichtungsebene vollständig von Kühlwasser umspült.
  • Da sich das Buchsenmaterial laut Video bei Hitze anders ausdehnt als der Aluminiumblock, wurde die Frästiefe so gewählt, dass beide Teile im Betriebstemperaturbereich auf gleicher Höhe abschließen, um die Dichtigkeit zur Kopfdichtung sicherzustellen.
Kurbeltrieb
  • Die Kurbelwelle wurde über die werksseitige Wuchtung hinaus mit Einzelgewichten (Massensimulation je Pleuel-Kolben-Paket) auf einer Wuchtmaschine feinausgewuchtet, mit dem Ziel höherer Drehzahlfestigkeit.
  • Pleuel und Kolben wurden als Sonderanfertigung bei Carillo bestellt, nach eigenen Maßvorgaben (nicht aus dem Standardkatalog), da laut Video die käuflichen bis "1000 PS" ausgelegten Sätze für das angestrebte Belastungsniveau nicht ausreichend präzise seien. Eine erste Charge musste wegen einer fehlerhaften Kolbenhemd-Maßangabe des Herstellers neu gefertigt werden, was die Projektlaufzeit deutlich verlängerte.
  • Der Kolbenbolzen wurde 2 mm größer als der größte marktübliche GT-R-Kolbenbolzen ausgeführt.
  • Die Kolben sind laut Video 4 mm kürzer als Serie, die Verdichtung wurde erhöht (genauer Wert im Video nicht genannt), ermöglicht durch die geplante Auslegung auf Ethanol E85, das eine höhere Klopffestigkeit als Benzin bietet.
  • Die Kolbenringe wurden auf ein bestimmtes Stoßspiel eingekürzt, damit sie im warmen Motor nicht auf Spannung stehen. Das Video weist ausdrücklich darauf hin, dass fertig gekaufte Tuningkolben ohne diesen Arbeitsschritt oft falsch montiert werden.
Zylinderkopf
  • Ein- und Auslassventile (Ferrea) um jeweils 1 mm vergrößert. Im Video wird der Zielkonflikt erklärt: größere Ventile verbessern den Füllungsgrad bei hohem Ladedruck, verringern aber die Strömungsgeschwindigkeit und damit die Füllung im unteren Drehzahlbereich.
  • Ventilsitze entsprechend angepasst.
  • Nockenwellen mit 274° Dauer, unterschiedlichem Hub für Ein- und Auslass zur gezielten Steuerung der Ventilüberschneidung (Spülung, Kühlung des Brennraums). Im Video wird das als bewusst moderate Auslegung beschrieben, um die nutzbare Leistung über den gesamten Drehzahlbereich zu erhalten statt reiner Spitzenleistung.
  • Zylinderkopfverschraubung auf Stehbolzen statt Kopfschrauben umgestellt. Begründung im Video: Bei Stehbolzen wirkt die Zugkraft direkt auf die Verspannung des Kopfes, nicht auf das Gewinde im Block, was bei den angestrebten Ladedrücken (über 2 bar) eine höhere Belastbarkeit bietet.
Turbolader

Im Projekt wurde zunächst ein modifizierter Garrett-GT35/GTX-Lader verbaut, auf späteren Kundenwunsch gegen einen weiter modifizierten, größeren Lader getauscht. Änderungen am Verdichter laut Video:
  • Vergrößerte Verdichterfläche gegenüber dem GT35/GTX-Serienrad.
  • Wanddicke der Verdichterschaufeln von rund 1,15 mm auf rund 0,64 mm reduziert, um mehr Durchströmfläche zu schaffen.
  • Gewichtsreduzierung um rund 11,6 g gegenüber dem Ausgangsrad.
  • Überarbeitete Mutterauflage passend zum Laufraddurchmesser, um die Ansaugfläche nicht durch eine überstehende Mutter zu verkleinern.
  • Wuchtung bei 130.000 Umdrehungen pro Minute.
  • Rollierstrahlen der Oberfläche statt Polieren, laut Video zur Verfestigung der Oberfläche und günstigeren Strömungseigenschaften nahe der Schallgeschwindigkeit.
Kraftstoff

Abstimmung auf Ethanol E85.

Ergebnisse

Konkrete Leistungs- oder Drehmomentwerte werden im Video ausdrücklich nicht genannt, da der Kunde dies laut Aussage im letzten Teil nicht wünschte.

Zeitraum

08.01.2014 bis 04.06.2014 (Teile 2 bis 7)

Quellen
Diese Zusammenfassung basiert auf automatisch erzeugten Untertiteln und ist keine offizielle Dokumentation von JP Performance. jp-forum.com steht in keiner Verbindung zur JP Performance GmbH.