Diese Zusammenfassung basiert auf den automatisch erzeugten YouTube-Untertiteln der unten verlinkten Videos. Zahlenwerte, die im Ton nicht eindeutig zu verstehen waren, wurden nicht übernommen. Korrekturen mit Beleg sind willkommen.
Ausgangsbasis
Als Basis für den Motor dient ein VR6-Aggregat, das ursprünglich aus einem VW Phaeton R32 stammt und in einen Golf eingebaut werden soll. Vor dem Zerlegen wurde der Ausbauzustand begutachtet: Lagerschalen und Kolben zeigten laut Video ein gutes, gleichmäßiges Verschleißbild, die Kurbelwelle ist serienmäßig bereits geschmiedet.
Zerlegung und Bewertung (Teil 1)
- Der VR6-Motor wurde als konstruktiv aufwendiger beschrieben, da seine sechs Zylinder in zwei leicht zueinander versetzten Reihen mit gemeinsamem Zylinderkopf angeordnet sind, was auch das spätere Aufbohren erschwert
- Am Zylinderkopf wurden leichte Anrisse im Übergang zwischen Zündkerzenbohrung und Ventilsitz festgestellt; eine Überarbeitung beziehungsweise ein alternativer Zylinderkopf wurde für einen späteren Schritt angekündigt
- Motorblock und Kurbelwelle wurden anschließend zu einem spezialisierten Motorenbau-Betrieb gebracht, der auf den Aufbau von Hochleistungsmotoren spezialisiert ist
- Die Kurbelwelle wurde zunächst auf Schlag (Verzug) geprüft und bei Bedarf gerichtet, da geschmiedete Wellen im Laufe der Zeit intern gespeicherte Spannungen abbauen können
- Die Zylinderbohrungen wurden auf ein Übermaß gebracht; die Hauptlagergasse wurde nachbearbeitet, um ein enges, definiertes Lagerspiel im Bereich weniger Hundertstelmillimeter herzustellen
- Erläutert wurde die Ölversorgung der Kurbelwelle über Nuten in den Lagerschalen sowie die grundsätzliche Notwendigkeit von ausreichendem Öldruck schon im Leerlauf, um Lagerschäden bei sehr niedriger Drehzahl zu vermeiden
- Kolben, Kolbenbolzen und Pleuel wurden einzeln gewogen und nach Gewicht sortiert beziehungsweise angepasst, um eine für die Auswuchtung nötige enge Gewichtstoleranz zu erreichen
- Die Kurbelwelle wurde anschließend mit Wuchtgewichten dynamisch ausgewuchtet, unter Berücksichtigung von umlaufenden und oszillierenden Massenanteilen (im Video mit einem Wuchtfaktor von 50 Prozent für die oszillierenden Massen beschrieben)
- Abschließend wurde auch die Schwungscheibe an der Kurbelwelle mitgewuchtet
Am Ende dieses Quellenmaterials ist die mechanische Bearbeitung von Motorblock und Kurbeltrieb abgeschlossen; als nächste Schritte werden Zylinderkopfarbeiten und die Montage angekündigt. Arbeiten am Turbolader-System sowie ein fertig montierter, laufender Motor sind in diesen beiden Videos nicht dokumentiert.
Zeitraum
18.07.2019 bis 19.07.2019 (2 Teile)
Quellen
- Dicke Kolben für viel Power! | Der Super-Golf (Teil 1), 18.07.2019
- Dicke Kolben für viel Power! | Der Super-Golf (Teil 2), 19.07.2019